Ich hab‘ Sehnsucht nach mir selbst. Ich sehne mich nach mir. Wo bin ich bloß? Wann hab‘ ich mich verloren? Wie finde ich wieder zu mir? Werde ich mich jemals finden – in mir, in Dir -, so dass es endlich gut ist, genug ist?

Das Sehnen will ein Ende haben – und findet es doch nicht. Fände es es, wäre das sein Ende. Kein Sehnen mehr, kein Suchen mehr. Das Sehnen muss Sehnen bleiben, sonst wäre es kein Sehnen mehr.

Suchen und Sehnen sind ein Teil von mir. Sehnen ist Motor, ist der Treibstoff für meine Entwicklung. Sehnen ist immer auch mit einem gewissen Maß an Schmerz verbunden – dieses Ziehen, Dehnen, dieses Rufen im Herzen. Sehnen ist Tasten nach dem (vermeindlich) Fernen. Und was, wenn ich das Ersehnte erreicht habe? Wird dann endlich Frieden sein? Stille?

Und doch weiß ich, ist der Frieden immer da, jederzeit greif- und fühlbar, so ich mir erlaube, nur im JETZT zu sein. Und doch sehne ich mich, ach – ich sehn mich ach-so-gerne!

 

 

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