Wussten Sie’s schon? Der Trend geht zum Sich-Verschenken. Ja, wirklich. Sich kaufen lassen ist out. Total out. Und Schmerzensgeld nehmen für unerfreuliche Arbeit auch. Sie glauben das nicht? Die Beweise finden Sie überall. Vor Kurzem hab ich eine Reise quasi geschenkt bekommen. Oder ich verschenke meine Zeit einem Ehrenamt. Oder da gibt es auf einer bekannte Business-Plattform eine Gruppe, wo Sachen verschenkt werden.

Schenken wirkt echt unheimlich ansteckend. Fast wie eine Virusgrippe! Ich finde den Gedanken prickelnd, was wohl passieren würde, wenn alle sich von Jetzt auf Gleich einfach entschließen würden, nur noch zu geben…“Hier, nimm doch, ich geb’s gerne. Du hast schon? Na, willst Du vielleicht Zwei? Oder wollen Sie vielleicht…?“

Schon bald hätte jeder im Land so viele Geschenke, dass man ins Ausland reisen müsste, um seine Geschenke loszuwerden. Nicht mehr den Atommüll, sondern Geschenke :-). Ein völlig neuer Reisemarkt täte sich da auf: je nach Geschenksparte in ein passendes Land.

Wenn materiell jeder alles hätte, was er für ein schönes Leben braucht, könnte man seine Zeit verschenken: zuhören, fragen, einfach zusammen sein. Gemeinsam einfache Dinge tun, mit viel Freude einen Keller entrümpeln zum Beispiel oder den Hausputz machen. Zeit verschenken, sich und seine Talente verschenken, Freude schenken.

Sie finden das alles utopisch? Bizarr? Unvorstellbar? Ich auch. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen.

 

 

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